Dr. Jan Kalbitzer

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

Werdegang

Medizin- und Philosophiestudium in Freiburg und Hannover, Promotion in Kopenhagen und Oxford, Facharzt­weiterbildung und Forschung an der Charité Berlin (bis Sommer 2019).

Kontakt

Kurfürstendamm 216
10719 Berlin

Tel. +49 (0)30 2196 2959

buero@kalbitzer.org

Bücher und Buchbeiträge

Essays und Interviews

„Sie macht es einfacher, Schwäche zu zeigen“

ZEIT ONLINE Die Kanzlerin sagt, sie zitterte, weil sie nicht zittern wollte. Sich so zu erklären sei mutig und spreche für Souveränität, sagt der Psychotherapeut Jan Kalbitzer. […]

Was die Informationsüberflutung mit uns macht

DEUTSCHE WELLE Jeden Tag erreichen uns über Medien viele Informationen. Die Masse an neuen Inhalten beeinflusst unser Verhalten und unsere Gefühle. Um sich vor den negativen Folgen zu schützen, muss man den Umgang damit lernen […].

„Ich hatte ständig Angst, morgens nicht wieder aufzuwachen“

ZEIT ONLINE „ … In diesem Moment merkte ich: Auch ich kann aushalten, dass das alles hier auf diesem winzigen Planeten in einem riesigen Universum wahrscheinlich überhaupt keinen Sinn ergibt. Dass es genau deshalb aber wichtig ist, zu akzeptieren, dass jeder Mensch, um glücklich zu werden, Dingen in seinem Leben eine Bedeutung gibt. Dingen, die…

Die positive Seite der Todesangst

WDR 5 – NEUGIER GENÜGT „Übersteigerte Ängste zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland. Wie sie auch den Berliner Psychotherapeuten Jan Kalbitzer überkamen und wie er sie überwand, erzählt er in der Redezeit.“ […]

Sie wissen selbst, was Ihnen guttut! (Essay)

WELT AM SONNTAG Ständig erreichbar sein, Tag und Nacht bedrohliche Schlagzeilen aus der ganzen Welt auf dem Display und dann diese erschöpfte Lähmung, die angesichts der schier unendlichen Möglichkeiten schon beim Aussuchen eines neuen Wasserkochers eintritt – da kann man schon mal an den Rand der Verzweiflung geraten. Aber es gibt ja die ständig wachsende…

hr-iNFO Das Interview

hr-iNFO: Das Internet hat unser Leben verändert. Wie wirkt es sich auf unsere Psyche aus? Das erforscht Jan Kalbitzer, Psychiater und Leiter des Zentrums für Internet und seelische Gesundheit an der Berliner Charité. Er warnt davor, die neue Technik pauschal zu verteufeln und plädiert für einen gesunden Umgang mit Smartphone, Tablet und Co. Mariela Milkowa…

Die Angst als Kompass nutzen

DEUTSCHLANDFUNK NOVA „Das Geschenk besteht darin, wenn man nicht wegläuft vor der Angst, sondern sich damit beschäftigt, dann kann man sie wie einen Kompass benutzen, der einem zeigt, wo man langgehen muss. … Letztendlich ist es so, dass der Tod nicht schön ist. Dadurch, dass wir sterben, wird unser Leben aber erst wertvoll.“ […]

„Experten sind Teil der Unterhaltungsindustrie geworden“

DEUTSCHLANDFUNK KULTUR „Die Autorin Kathrin Passig und der Psychiater Jan Kalbitzer sprechen über neue Eliten und Experten in der digitalisierten Gesellschaft. Belanglose Experten würden zur Verdummung der gesamten Gesellschaft beitragen. Jeder sei Experte für irgendwas, glaubt Passig.“ […]

„Eine sehr bedenkliche Entwicklung“

FAZ: Herr Kalbitzer, im Dezember 2016 haben Sie Ihre Psychiater-Kollegen öffentlich aufgefordert, keine Ferndiagnosen über Donald Trump zu erstellen. Haben Sie das seitdem immer durchgehalten? KALBITZER:(lacht) Öffentlich sollte man keine Ferndiagnosen erstellen, damit habe ich nicht gebrochen. Was ich privat mache, ist etwas anderes. Eine Diagnose ist aber auch völlig überflüssig. Es ist sinnlos, dafür…

Angst und Wut im Internet als Entfesselung der Impulse durch die Moderne (Essay)

SUHRKAMP 2017, KAPITEL IN „RE:CLAIM AUTONOMY“ Das Internet mit seinen vielen verschiedenen und ständig neuen Erscheinungsformen hat das menschliche Denken nachhaltig verändert. Es erlaubt uns, in Sekundenschnelle auf Informationen aus aller Welt zuzugreifen, die innerhalb kürzester Zeit vom Gehirn verarbeitet werden müssen. Und weil nicht nur die Masse der Informationen, sondern auch die Anzahl der…

Die gar nicht so verlorene Generation (Essay)

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG Unter Psychologen und Psychiatern, die zu den Auswirkungen des Internets auf den Menschen forschen, kommt als Antwort auf die Frage nach ihrer Einschätzung des wissenschaftlichen Fortschritts oft die Antwort: Das Wichtigste wissen wir eigentlich schon. Es gibt keine Zweifel, dass es zu Stress führen kann, wenn mit der Vernetzung von Menschen der ständige…

Die Schönheit in der Andersartigkeit (Essay)

FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG Berlin schöpft Hoffnung: Die AfD versinkt nach Petrys Rückzug in inneren Widersprüchen und Tweed-Sakko-Melancholie, um dann rechtzeitig zur Bundestagswahl im nicht mehr ernstzunehmenden einstelligen Prozentbereich zu verschwinden. In Frankreich rettet Macron derweil die Frustwähler vor den Verführungen der rechtspopulistischen Sirene. Und Prinz Kushner – nun vereint mit seiner schönen Ivanka im Rapunzelturm des demokratischen…

Wie das Internet unser Gehirn verändert

SZ: Was ist dran an den dystopischen Theorien, die uns gerade besonders zum Thema Technik überschwemmen? Ist Big Data so schlimm, wie alle tun? KALBITZER: Ich denke schon, dass es mit guten Algorithmen möglich ist, bestimmte Charaktereigenschaften zu erkennen. Die Frage ist: Welche Anteile der Person sind das dann? Kennt mich ein Computerprogramm besser als meine…

Aus der Ferne – Wozu Psychiater besser schweigen (Essay)

DER SPIEGEL Der Psychiater Manfred Spitzer ließ vor Erregung die anderen Gäste in Anne Wills Talkshow kaum zu Wort kommen. Drei Wochen später überraschte der 73-jährige Psychiater Hans-Joachim Maaz an derselben Stelle mit seiner Meinung zur psychischen Gesundheit der Kanzlerin. Beide Auftritte sind stark kritisiert worden, auch von Kollegen: Wie könne man mit dem autoritären…

Wir finden kaum inneren Abstand

FAS: Herr Kalbitzer, in der S-Bahn auf dem Weg zu Ihnen haben alle um mich herum ständig auf ihr Handy gestarrt. Kulturpessimisten würden da wahrscheinlich von sozialem Autismus sprechen. Was geht in Ihnen als Psychiater vor, wenn Sie so etwas sehen? KALBITZER: Ich denke, es ist wunderbar, dass man in diesem engen Raum der Stadt,…

„Vier Stunden online sind nicht viel“

SPIEGEL: Herr Kalbitzer, im Sommer 2014 haben Sie mit Kollegen in einer Fachzeitschrift einen Artikel veröffentlicht, in dem Sie diskutieren, ob Twitter Psychosen auslösen kann. In den sozialen Medien wurden Sie dafür heftig angegriffen. Sie galten als technikfeindlicher Untergangsprophet im Arztkittel. Sind Sie das? KALBITZER: Der Artikel lag lange in der Schublade, niemand hat sich dafür interessiert.…